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Zuschlag von 100% wegen unterlassenen Bildquellennachweises steht Urheber nicht kraft Gesetzes zu.

Das LG Kassel –  1 O 772/10 hat entschieden, dass Ein Zuschlag wegen unterlassenen Bildquellennachweises voraus setzt, dass der Verletzte von seinem Urheberbezeichnungsrecht nach § 13 S. 2 UrhG Gebrauch gemacht hat.

Einen Zuschlag von 100% wegen unterlassenen Bildquellennachweises kann der Urheber daher nicht kraft Gesetz verlangen . Ein Anspruch auf  Zahlung von Schadensersatz wegen Verletzung des Urheberbezeichnungsrechts gem. § 13 S. 2 UrhG setzt nämlich voraus, dass der Urheber bestimmt hat, ob und ggf. wie das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen ist, wobei dem Urheber nicht nur ein Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft, sondern auch ein Recht auf Anonymität zusteht. Daher besteht damit nicht „kraft Gesetzes“ automatisch eine Pflicht des Verwerters, in jedem Fall einen Bildquellennachweis zu führen; es ist vielmehr sogar denkbar, dass der Nutzer des Werkes durch die Bekanntgabe der Urheberschaft die Rechte des Urhebers gerade verletzt.

Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Autor: Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht


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