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Abmahnung durch Waldorf Frommer für den Film des Hollywoodgiganten S. Spielberg “Bridge of Spies – Der Unterhändler”

Abmahnung der Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH durch Waldorf Frommer Rechtsanwälte – „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ – 815,00 EUR

Wie bereits häufiger in der Vergangenheit wurde uns erneut eine Waldorf Frommer Abmahnung zur Prüfung und Bearbeitung vorgelegt. Mit der Abmahnung werden im Auftrag der Rechteinhaberin Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH Ansprüche auf Unterlassung, Schadensersatz und Ersatz der Rechtsanwaltskosten in Höhe von 815,00 EUR zu einem pauschalen Vergleichsbetrag geltend gemacht.

In dem Schreiben führen die Rechtsanwälte Waldorf Frommer aus, im Rahmen der Ermittlung sei festgestellt worden, dass der Adressat der Abmahnung das Filmwerk „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ illegal heruntergeladen habe. Der Empfänger des Schreibens wird aufgefordert, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben sowie eine Vergleichszahlung in Höhe von 815,00 EUR zu leisten. Eine vorformulierte Unterlassungserklärung liegt dem Schreiben bei.

Bridge of Spies – Der Unterhändler“ handelt von historischen Ereignissen. Der Film beginnt zur Zeit des Kalten Krieges: Der US-amerikanische Rechtsanwalt James B. Donovan wird beauftragt als Pflichtverteidiger den der Spionage verdächtigten Sowjetbürger Rudolf Abel zu verteidigen. Zur gleichen Zeit lässt die U.S.-Army einige Spionageflüge in sehr großer Höhe über der Sowjetunion durchführen. Der Pilot Gary Powers wird dabei abgeschossen und von einem sowjetischen Militärgericht als Spion verurteilt. Donovan wird von der CIA gezwungen, als Unterhändler nach Ost-Berlin zu reisen und in der sowjetischen Botschaft einen Austausch von Abel gegen Powers auszuhandeln. Der Film „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ wurde am 4. Oktober 2015 auf dem 53. New York Film Festival uraufgeführt. Der Kinostart in Deutschland war am 26. November 2015. In der Hauptrolle brilliert Tom Hanks.

Die vorgefertigte Unterlassungserklärung sollte keinesfalls ungeprüft unterschrieben werden. Vielmehr empfiehlt es sich, die Erklärung derart umzuformulieren, dass ein Schuldanerkenntnis vermieden und die Haftung mit der 30 Jahre gültigen Erklärung auf das gesetzlich notwendige Maß beschränkt wird.

Rechtslage: Grundsätzlich besteht nach derzeitiger Rechtslage die Vermutung, dass der Anschlussinhaber für die ermittelte Rechtsverletzung persönlich verantwortlich ist – entweder als Täter oder als Störer.

Als Störer haften Sie, wenn Sie in irgendeiner Weise an der Rechtsverletzung beteiligt waren, beispielsweise, weil Sie das WLAN nicht hinreichend gesichert oder anderen Personen Ihren Internetanschluss zur Nutzung überlassen haben. Ob diese Vermutung tatsächlich zutreffend ist, oder ob entkräftet werden kann, kommt stets auf den jeweiligen Einzelfall an.

Aber selbst wenn die Rechtsverletzung unter Ihrem Anschluss erfolgt ist, kann versucht werden, die Forderung abzuwehren. Denn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes haften Eltern nicht für die Handlungen ihrer volljährigen Kinder, wenn sie vorher keine Anhaltspunkte dafür hatten, dass ihre Kinder Tauschbörsen nutzen.

Gleiches gilt für Ihren Ehepartner. Sofern kein Anlass zur Vermutung besteht, dass Ihr Partner Filme aus Tauschbörsen illegal herunterlädt, besteht nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes keine Pflicht das Internetverhalten des Partners zu kontrollieren.

Der Umfang der Aufsichtspflicht der Erziehungsberechtigten hängt vom Alter des Kindes ab.

Sie sind grundsätzlich nicht verpflichtet, Ihrem Kind den Internetzugang zu versperren, die Nutzung des Internets ständig zu überwachen oder den Computer Ihres Kindes regelmäßig zu überprüfen. Zu derartigen Maßnahmen sind Sie erst dann verpflichtet, wenn Sie konkrete Anhaltspunkte für eine rechtsverletzende Nutzung des Internetanschlusses durch Ihr Kind haben.

Sie sollten keinesfalls unüberlegt eine Unterlassungserklärung abgeben. Auch eine Zahlung sollte nicht vorschnell erfolgen. Die Rechtsanwälte Waldorf Frommer suggerieren, das Vergleichsangebot zu Ihren Gunsten niedrig kalkuliert zu haben. Dies trifft jedoch nicht zu. Der Schadensersatz wird wie folgt berechnet:  Zunächst wird ermittelt, wie oft das urheberrechtlich geschützte Filmwerk „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ zum Upload angeboten wurde. Für jeden Upload wird dann der zum Zeitpunkt des Uploads konkrete DVD-Verkaufspreis angesetzt. Der von den Rechtsanwälten Waldorf Frommer geforderte Schadensersatzbetrag ist aus unserer Sicht zu hoch angesetzt. Hinzu kommt, dass Schadensersatz in den meisten Fällen nur der zahlen muss, der auch selbst gehandelt hat, also das Filmwerk „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ selbst heruntergeladen hat. Sofern feststeht, dass Sie selbst das abgemahnte Werk Bridge of Spies – Der Unterhändler” nicht heruntergeladen haben, können die Waldorf Frommer – Forderungen erfolgreich abgewehrt werden.

Auch die Rechtsanwaltskosten der Rechtsanwälte Waldorf Frommer stehen in direktem Zusammenhang mit dem Unterlassungsanspruch aus der Unterlassungserklärung. Wenn die Prüfung der Abmahnung ergibt, dass Sie eine Unterlassungserklärung abgeben sollten, müssen Sie auch Rechtsanwaltskosten zahlen. Gemäß § 97 Abs. 3 UrhG sind die vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten auf einen Gegenstandswert in Höhe von 1000 EUR beschränkt, so dass nicht mehr Rechtsanwaltskosten als 124,00 EUR gefordert werden können.

Fazit: Selbst wenn Sie für den Download des Films „Bridge of Spies – Der Unterhändler“ verantwortlich sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass die Forderung der Rechtsanwälte Waldorf Frommer berechtigt ist. Der geforderte Betrag kann häufig deutlich reduziert werden. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, nicht vorschnell die vorformulierte Unterlassungserklärung abzugeben und den geforderten Betrag an die Rechtsanwälte Waldorf Frommer zu zahlen.

Kommt Ihre Haftung nur nach den Grundsätzen der Störerhaftung in Betracht, muss nämlich sehr genau geprüft werden, ob der Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany GmbH überhaupt Schadensersatzansprüche zustehen. Da das Risiko in diesen Fallkonstellationen überschaubar ist, empfehlen wir Ihnen, nichts zu bezahlen. Aber beachten Sie: Nicht jeder Fall ist gleich. Lassen Sie sich entsprechend beraten.

Wir haben auf unserer Internetseite einen Überblick über die Reaktionsmöglichkeiten auf Waldorf Frommer Abmahnungen zusammengestellt.

Zwar ersetzt dies nicht die individuelle Beratung in Ihrer Angelegenheit – gleichwohl können sich Interessierte hier in die Problematik „Waldorf Frommer-Abmahnungen“ einlesen und so auch gezieltere Fragen stellen, die wir gerne beantworten.

Darüber hinaus bieten wir unter der Telefonnummer 030/32301590 auch telefonisch eine kostenlose Ersteinschätzung Ihres Falls an.

Aufgrund unserer Spezialisierung auf das Urheberrecht verfügen wir über Erfahrung mit Waldorf Frommer – Abmahnungen. Wir wissen, wie auf die jeweilige Abmahnung zu reagieren ist.

Sofern Sie von einer Abmahnung der Rechtsanwälte Waldorf Frommer für das Filmwerk “Bridge of Spies – Der Unterhändler” betroffen sind, setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Gern unterstützen wir Sie mit unserer Erfahrung aus einer Vielzahl von bearbeiteten Fällen.

Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Autor: Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht


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