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Sasse & Partner Abmahnung für „Kidnapping Freddy Heineken“ – 800,00 €

Sasse & Partner Rechtsanwälte mahnen i.A.d. Splendid Film GmbH „Kidnapping Freddy Heineken“ ab

Der Film „Kidnapping Freddy Heineken“ ist Gegenstand einer der aktuellen Abmahnungen der Sasse & Partner Rechtsanwälte im Auftrag der Splendid Film GmbH. Der Film des Regisseurs Daniel Alfredsons erzählt die wahre Geschichte der Entführung des niederländischen Unternehmers und Bierbrauers Freddy Heineken.

Die Sasse & Partner Rechtsanwälte werfen dem jeweils ermittelten Anschlussinhaber vor, den Film Kidnapping Freddy Heineken in einer sog. Tauschbörse wie bittorrent oder Popcorn Time heruntergeladen zu haben und somit gleichzeitig anderen Teilnehmern der Tauschbörse zum kostenlosen Download angeboten zu haben. Letzteres, also der Upload der Datei stellt ein erlaubnispflichtiges „öffentliches Zugänglichmachen“ im Sinne des § 19a UrhG dar. Fehlt diese Erlaubnis, stellt der Upload der Datei eine Urheberrechtsverletzung dar.

Aufgrund dieser behaupteten Urheberrechtsverletzung fordern die Sasse & Partner Rechtsanwälte vom jeweils ermittelten Anschlussinhaber die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, sowie die Zahlung eines pauschalen Betrages in Höhe von 800,00 €.

Unterlassungserklärung für Kidnapping Freddy Heineken?

Die abgeforderte Unterlassungserklärung dient grundsätzlich der Verhinderung eines kostspieligen Gerichtsverfahrens und ist – isoliert betrachtet – keinesfalls anrüchig. Vielmehr gibt sie dem Abgemahnten die Gelegenheit einen teuren Unterlassungsprozess zu verhindern. Dennoch entsteht nicht nur bei den betroffenen Anschlussinhabern, sondern auch bei vielen Gerichten zunehmend der Eindruck, als käme dem geltend gemachten Unterlassungsanspruch eine „inhaltlich nur ganz untergeordnete Bedeutung“ zu, so das OLG Düsseldorf. Wie sich diese Ansicht damit verträgt, dass – sollte der Unterlassungsanspruch einmal tatsächlich gerichtlich durchgesetzt werden – nach wie Streitwerte zwischen 10.000 und 50.000 EUR angesetzt werden, bleibt schlicht unverständlich.

Betroffene müssen mit diesen Wertungswidersprüchen leben und den Weg des geringsten Rikos gehen.

Keinesfalls sollte die von Sasse & Partner Rechtsanwälten vorformuliere Unterlassungserklärung unterzeichnet werden. Wenn überhaupt sollte eine sog. modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben werden, mit den die Folgen der Unterlassungsverpflichtung oft deutlich abgemildert werden können.  Da aber auch eine modifizierte Unterlassungserklärung hohe Vertragsstrafen nach sich ziehen können, sollte geprüft werden, ob der Anschlussinhaber überhaupt auf Unterlassung haftet. Das ist nur dann der Fall, wenn er selbst für den Down- und Upload des Filmwerkes Kidnapping Freddy Heineken verantwortlich ist (als sog. Täter) oder aber wenn er sich das Filesharing Dritter (in Betracht kommen hier Ehegatten, Kinder, Mitbewohner, Untermieter, Freunde etc.)  ausnahmsweise zurechnen lassen muss (sog. Störer). Gerade in den Fällen der Störerhaftung sind noch nicht alle Konstellationen höchstrichterlich entschieden, weshalb gerade hier fachkundiger Rat eingeholt werden sollte.

800,00 € für „Kidnapping Freedy Heineken“

Der von den Sasse & Partner Rechtsanwälten geforderte pauschale Betrag in Höhe von 800,00 € setzt sich aus Schadensersatzbeträgen zugunsten des Rechteinhaber zusammen und aus vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten (Abmahnkosten).

In aller Regel haftet nur der Täter, also derjenige, der selbst für den Upload des Filmes verantwortlich ist, auf Schadensersatz. Der Störer kann lediglich auf Erstattung der vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten in Anspruch genommen werden. Diese vorgerichtlichen Kosten sind aber gemäß § 97a UrhG auf einen Gegenstandswert in Höhe von 1000 EUR beschränkt, so dass nicht mehr Anwaltskosten als 124,00 € gefordert werden können.

Auch deshalb ist es so wichtig, dass penibel zwischen Täter- und Störerhaftung unterscheiden wird und diese Unterscheidung schon beim Abfassen der Unterlassungserklärung ausreichend berücksichtigt wird.

In den allermeisten Fällen tun sich Betroffene einen Gefallen, wenn sie sich im Falle einer Abmahnung der Sasse & Partner Rechtsanwälte anwaltlichen Beistand suchen; einen, der sich mit der Materie auskennt und auch gerade die teils sehr widersprüchliche Rechtsprechung der einzelnen Gerichtsstandorte kennt. Nur so ist eine realistische Einschätzung in Ihrem Fall möglich.

Wir sind seit einiger Zeit dazu übergegangen, immer mal wieder von unserer Kanzlei erstrittene Urteile mit Filesharing im Volltext online zu stellen, damit sich Betroffene ein Bild machen können, wie die Gerichte ticken. Schauen Sie einfachmal auf unserer Internetseite vorbei oder sprechen Sie uns einfach an.

Weiter haben wir auf unserer Internetseite einen Überblick über die Reaktionsmöglichkeiten auf Sasse & Partner Abmahnungen zusammengestellt. Hier finden Betroffene erste Orientierungshilfen.

Darüber hinaus bieten wir unter der Berliner Festnetznummer 030 / 323 015 90 die Möglichkeit einer kostenlosen Ersteinschätzung an.

Wenn auch Sie von einer Abmahnung der Sasse & Partner Rechtsanwälte z.B. für den Film Kidnapping Freddy Heineken betroffen sind, setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Wir würden uns freuen, wenn wir auch Ihnen behilflich sein können.

 

Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Autor: Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht


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