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FAREDS Abmahnung – VATERFREUDEN

Fareds Abmahnung i.A.d. Pantaleon Entertainment GmbH für VATERFREUDEN

Unserer Kanzlei wurde heute eine Abmahnung der Rechtsanwaltsgesellschaft FAREDS mbH im Auftrag der Pantaleon Entertainment GmbH aufgrund der unerlaubten Verwertung des Filmwerkes VATERFREUDEN zur Prüfung vorgelegt. Dem betroffenen Anschlussinhaber wird in der Abmahnung vorgeworfen, den Film VATERFREUDEN von Matthias Schweighöfer in einem Peer-to-Peer Netzwerk, einer sog. Tauschbörse, Dritten weltweit zum kostenlosen Download angeboten zu haben. Gefordert werden die Zahlung eines pauschalen Betrages in Höhe von 1.200,00 EUR und die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.

Muss eine Unterlassungserklärung abgegeben werden?

Das kommt darauf an. Grundsätzlich ist zu der Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung nur dann zu raten, wenn der angeschriebene Anschlussinhaber den Film VATERFREUDEN entweder herunter- bzw. hochgeladen hat oder wenn er für das Filesharing Dritter als sog. „Störer“ haftet.

Unserer Kanzlei sind aus der Vergangenheit zahlreiche Fälle bekannt, in denen der Anschlussinhaber aber weder als Täter, noch als Störer haftet. In diesen Fällen können sämtliche Ansprüche, die sich die Pantaleon Entertainment GmbH in dem Abmahnschreiben rühmt, zurück gewiesen werden. Möglich ist es aber auch, selbst in den Angriff überzugehen und eine sog. negative Feststellungsklage einzureichen, mit der gerichtlich festgestellt wird, dass die in den Abmahnschreiben gestellten Ansprüche NICHT bestehen (daher negative Feststellungsklage).

Wer als Anschlussinhaber zumindest ausschließen kann, selbst für den Down- bzw. Upload des Filmwerkes VATERFREUDEN verantwortlich zu sein, haftet zumindest nicht auf Schadensersatz. Gleichwohl sollte in diesen Fällen eine (modifizierte) Unterlassungserklärung abgegeben werden; diese allerdings beschränkt auf die Störerhaftung.

Muss der Betrag in Höhe von 1.200 EUR gezahlt werden?

Nein, längst nicht in jedem Fall. Ein Anspruch auf Zahlung von Schadensersatz besteht, wie bereits erwähnt, nur in den Fällen, in denen der Anschlussinhaber selbst, also täterschaftlich geladen hat. Aber auch in diesen Fällen kann der geforderte Betrag meist noch reduziert werden.

Hat der Anschlussinhaber nicht selbst geladen, sondern Dritte, wie Familienangehörige, Freund, Mitbewohner, Untermieter etc. besteht gegen den Anschlussinhaber kein Anspruch auf Schadensersatz, möglicherweise aber auf Erstattung vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten. Diese sind allerdings in aller Regel auf einen Betrag in Höhe von 124,00 EUR begrenzt. Ob überhaupt eine Haftung als Störer in Betracht kommt, muss am jeweiligen Einzelfall geprüft werden. Hier verbieten sich pauschale Ratschläge.

Wir haben auf unserer Internetseite einen Überblick über die Reaktionsmöglichkeiten auf FAREDS Abmahnung zusammengestellt. Hier finden Betroffenen erste hilfreiche Informationen rund um das Thema Fareds Abmahnungen.

Darüber hinaus bieten wir Betroffenen an, sich in einem unverbindlichen Telefonat erstberaten zu lassen. Sie können uns täglich von 9-21 Uhr, aber auch am Wochenende zwischen 10-18 Uhr unter der Berliner Telefonnummer 030 / 323 015 90 erreichen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Autor: Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht


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