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AG Hamburg: Filesharer zur Erstattung der Abmahnkosten iHv. 1.379,80 und zu Schadensersatz iHv. 2250 EUR verurteilt, AG Hamburg, Az.: 36A C 172/10

Wer immer noch denkt, in Filesharingfällen würde grundsätzlich nie geklagt werden, wird durch ein ganz aktuelles Urteil des AG Hamburg vom 27.06.2011, Az.: 36A  C 172/10 eines besseren belehrt.  Dort wurde ein Filesharer für das öffentliche Zugänglichmachen eines Albums mit 15 Musikaufnahmen zum Ersatz der gegnerischen Rechtsanwaltskosten in Höhe von 1.379,80 EUR und zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von insgesamt 2.250 EUR verurteilt.

Das Gericht hielt den von den Abmahnern angesetzten Gegenstandswert von 50.000 EUR für angemessen. Auch der Ansatz einer 1,3 Gebühr sei – obwohl einige Stimmen behaupten, massenhafte Abmahnungen seien gebührenrechtlich eine Angelegenheit – ebenfalls nicht zu beanstanden.

Bezüglich des zu ersetzenden Schadens hielt das Gericht einen Betrag in Höhe von 150 EUR pro Titel für angemessen. Ausgangspunkt für diese Schätzung war der GEMA-Tarif VR-W I, der für bis zu 10.000 Streams eine Mindestvergütung von 100,00 EUR vorsieht. Allerdings sei ein 50%iger Aufschlag vorzunehmen, weil Streams im Gegensatz zu den von der Beklagten ermöglichten Downloads nicht auf eine dauerhafte Speicherung ausgerichtet sein.

Hier können Sie das Urteil im Volltext lesen.

Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Autor: Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht


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