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Abmahnung FAREDS – Exposed and Aroused

FAREDS Abmahnung i.A.d. Malibu Media LLC für den Film EXPOSED AND AROUSED

Die Rechtsanwaltsgesellschaft FAREDS mbH mahnt seit geraumer Zeit für die Malibu Media LLC die unerlaubte Verwertung geschützter Werke ab. Gegenstand einer der aktuellen Abmahnschreiben ist der Film “EXPOSED AND AROUSED”. Gefordert werden 735,00 EUR und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung.

Die Rechtsanwälte FAREDS behaupten, der Film sei in einer Internet-Tauschbörse, einem dezentralen Peer-to-Peer Netzwerk Dritten zum kostenlosen Download angeboten worden. Aufgrund der unerlaubten öffentlichen Zugänglichmachung im Sinne des § 19a UrhG wird die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, sowie die Zahlung von 735 EUR gefordert.

Unterlassungserklärung zugunsten der Malibu Media LLC?

Eine Unterlassungserklärung muss grundsätzlich nur dann abgegeben werden, wenn der von FAREDS angeschriebene Anschlussinhaber als Täter oder als sog. Störer für das öffentliche Zugänglichmachen des Films Exposed an Aroused haftet.

Noch immer gibt es eine „Vermutung“ für die Täterschaft gerade des Anschlussinhabers. Das führt, wie auch die Rechtsanwälte FAREDS in den Abmahnschreiben regelmäßig breit ausführen, zu einer sog. sekundären Darlegungslast, die es dem Anschlussinhaber aufbürdet, eine plausiblen, alternativen Kausalverlauf zu schildern, aus dem sich ergibt, dass auch ein anderer als Täter der gerügten Urheberrechtsverletzung in Betracht kommt. Die Anforderungen an die sekundäre Darlegungslast sind in dem letzten Monaten immer weiter gesunken, so dass es heute für die Rechteinhaber wie Malibu Media LLC schwierig wird, eine Täterschaft gerade des Anschlussinhabers nachzuweisen.

Aber auch wer seiner sekundären Darlegungslast nachkommt und somit die Vermutung der Täterschaft ausräumt, muss gleichwohl eine Unterlassungserklärung abgegeben, wenn er als sog. Störer für die Urheberrechtsverletzung an dem Filmwerk Exposed and Aroused haftet. Die Hauptkonstellationen, in denen eine Störerhaftung des Anschlussinhabers heute noch angenommen werden, ist zum einen das Außerachtlasssen von Belehrungspflichten gegenüber Minderjährigen. Sofern der Anschlussinhaber seinen Internetanschluss an Minderjährige Kinder zur Mitnutzung überlässt, muss der diese zuvor über darüber belehren, dass keine urheberrechtlich geschützten Werke in  Tauschbörsen geladen werden dürfen. Kann der Anschlussinhaber eine ausreichende Belehrung seiner Kinder nicht nachweisen, haftet er als Störer für die Urheberrechtsverletzung und muss eine – auf das die Störerhaftung auslösende Verhalten beschränkte – strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben. Zu beachten ist, dass es keine Belehrungspflichten gegenüber Volljährigen Familienmitgliedern gibt.

Wer weder als Täter, noch als Störer haftet, kann sämtliche Ansprüche, die mit der Abmahnung geltend gemacht werden, zurückweisen und die Gegenseite auffordern, schriftlich auf die Ansprüche zu verzichten. Kommt die Gegenseite dem nicht nach, kann die Gegenseite mit einer sog. negativen Feststellungsklage auch gezwungen werden, auf die geltend gemachten Ansprüche zu verzichten.

735,00 EUR für den Film Exposed an Aroused?

Der von den Rechtsanwälten FAREDS geforderte Betrag in Höhe von 735,00 EUR stellt ein Vergleichsangebot dar, welches sowohl den behaupteten Schadensersatzanspruch der Malibu Media LLC, als auch durch die Einschaltung der Rechtsanwälte FAREDS entstandenen Kosten abdecken soll.

Wer weder als Täter, noch als Störer für die Urheberrechtsverletzung an dem Film Exposed and Aroused haftet, muss selbstverständlich keinen Cent zahlen, weder an die Malibu Media LLC, noch an die Rechtsanwälte FAREDS.

Wer zumindest darlegen kann, nicht selbst, also täterschaftlich für die ihm vorgeworfene Urheberrechtsverletzung verantwortlich zu sein, haftet lediglich bestenfalls – aber auch nicht immer – als sog. Störer auf Erstattung vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten. Diese sind seit Anfang Oktober 2013 mit Einführung diverser gesetzlicher Änderungen im Rahmen des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken auf 124,00 EUR begrenzt.

Wir haben auf unserer Internetseite einen Überblick über die Reaktionsmöglichkeiten auf die Abmahnschreiben der Rechtsanwälte FAREDS zusammengestellt. Schauen Sie doch mal vorbei.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Gerne können Sie uns auch im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung in unserer Kanzlei unter der Berliner Telefonnummer 030 / 323 015 90 kontaktieren. Sie erreichen uns wochentags von 9-21 Uhr, aber auch am Wochenende zwischen 10-18 Uhr.

Wenn auch Sie von einer Abmahnung der Rechtsanwaltsgesellschaft FAREDS mbH im Auftrag der Malibu Media LLC für das Filmwerk “Exposed and Aroused” betroffen sind, setzten Sie sich mit uns in Verbindung.

Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Autor: Rechtsanwalt Florian Sievers, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht


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